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 Aprilia RSV Mille SP

Erschienen im Motalia- Heft Nr. 123 (September 1999).

Aprilia Superbike - RSV Mille SP

Lange haben wir warten müssen: Nachdem sich schon die Auslieferung der normalen Aprilia RSV deutlich verzögert hatte, gab es auch bei der Sport Pro-Version der RSV Probleme, bis die Maschine Rsv-3knun endlich fertiggestellt wurde.

Die SP-Variante ist sozusagen die Basisversion der Superbike-Rennmaschine, mit der Peter Goddard in der Weltmeisterschaft um Punkte kämpft. Aprilia muß 150 Exemplare dieses Modells bauen, um an der WM teilnehmen zu dürfen. Auch wenn die SP auf den ersten Blick wie die normale Mille ausschaut, ist doch fast alles anders. In Noale hat man keine Kosten und Mühen gescheut, um eine erfolgversprechende Grundlage für den Rennsport zu schaffen.

Fangen wir mit dem Motor an, hier wurden tiefgreifende Veränderungen vorgenommen: Der Hub wurde von 67,5 auf 63,4 Millimeter verkürzt, was höhere Drehzahlen ermöglicht. Um den gleichen Hubraum beizubehalten, wuchs der Kolbendurchmesser entsprechend. Damit das Kolbengewicht nicht zu sehr in die Höhe geht, sind als Verdichter extrem niedrige Slipperkolben verbaut. Die neue Kurbelwelle ist sorgfältigst feingewRsv-5kuchtet. Komplett neu sind die sandgegossenen Zylinderköpfe mit gefrästen Brennräumen. Die Brennraumform wurde bei der Tuningschmiede Cosworth entwickelt, hier entschied man auch, den Ventilwinkel zu verringern. Während die Straßenmaschine zwei Zündkerzen pro Zylinder hat, gibt man sich bei der Sport Pro mit nur einer Zündkerze zufrieden, die zentral zwischen den Ventilen sitzt und vom Kühlwasser umspült wird. Die Zylinder wurden in einer steiferen Bauweise ausgeführt.

Das Ansaugsystem und die Auspuffanlage bekamen ebenso wie das Motormanagement eine Überarbeitung, und Aprilia nennt für die straßenzugelassene Version 125 PS. Als Dreingabe gibt es einen Titan-Doppel-Schalldämpfer mit dazugehörigem Eprom, wodurch die Leistung auf 146 PS steigt. DRsv-1kamit ist die RSV SP der leistungsstärkste käufliche Twin.

Genauso wie bei dem Motor machte man auch beim Fahrwerk Nägel mit Köpfen. Der Rahmen wurde verstärkt und soll jetzt ca. 20 Prozent an Stabilität gewonnen haben. Für die Federung und Dämpfung sind teure Elemente von der Firma Öhlins zuständig. Vorne hält eine Upside-Down-Gabel mit 43 mm dicken, beschichteten Gleitrohren das Rad am Boden, hinten arbeitet ein Zentralfederbein. Federbasis, Druckstufe und Zugstufe sind sowohl vorne wie hinten mannigfach verstellbar. Das sind aber noch lange nicht alle Einstellmöglichkeiten, die die Aprilia bietet. So läßt sich der Lenkkopfwinkel verändern und damit das Fahrwerk der jeweiligen Rennstrecke anpassen. Das kennt man ja schon von anderen Motorrädern, aber zusätzlich kann man Rsv-4kden Schwingendrehpunkt in der Höhe um plus/minus vier Millimeter variieren, und wem das noch nicht reicht, der kann zur Veränderung des Schwerpunktes auch noch den Motor in der Höhe um plus/minus vier Millimeter verändert einbauen. Der normale Motorradfahrer dürfte mit diesen unzähligen Einstellmöglichkeiten überfordert sein.

Selbstverständlich wurde auch der Rest der Maschine überarbeitet, so erhielt die vordere Bremsanlage eine andere Hebelübersetzung und neue Dichtungen, viele Plastikteile wurden durch Kohlefaser ersetzt und teilweise Titanschrauben verbaut. Das Fahrzeuggewicht sank dadurch um ein paar Kilogramm.Rsv-2k

Soviel exklusive Technik hat natürlich ihren Preis. Weltweit kostet die RSV Mille SP 30.000 Euro, was knapp 60.000 DM sind. Nach Deutschland werden nur 30 der 150 Exemplare kommen, und der Vertrieb erfolgt direkt über den Importeur anstatt über die Händler.

Um die Exklusivität der RSV Mille SP zu sichern, verspricht man bei Aprilia, nur diese eine SP-Serie zu bauen und nicht wie Ducati jedesRsv-6k Jahr eine neue SP-Reihe nachzuschieben.

Als Wermutstropfen sei noch zu sagen, daß die SP nur ein Jahr Garantie hat, im Gegensatz zur normalen RSV, bei der die Gewährleistungsfrist drei Jahre beträgt.

Autor: Felix Hasselbrink,  Fotos: Werk, Jens Hofmann

 

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