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 Bimota BB1

Single-Gesellschaft

Eigentlich sollte dies ein Bericht über die ersten 3.000 km mit einer Bimota Supermono werden. Bei km 2.700 jedoch geschah etwas, was niemand vorhersehen konnte.

Nach vielen Guzzi LM III-Jahren kauften wir, meine Frau Iris und ich, eine Gilera Saturno, da sie es satt hatte, immer alleine zu Hause bleiben zu müssen. Mir gefiel die Saturno so sehr, daß wir kurz darauf noch eine zweite gekauft haben. Von da an waren wir fast ausschließlich mit den Saturnos unterwegs. Die Guzzi fristete ihr Dasein in unserer Garage. Das hatte sie nun nach den vielen treuen Jahren nicht verdient.91BimotaBB1-2wwwk

Trotz der relativ geringen Leistung konnte man bei Ausflügen mit weitaus größeren Maschinen locker mithalten. Dann sah ich im Herbst 1995 zum ersten Mal die Bimota Supermono im Original. Nach einer Probefahrt stand für mich fest: „So eine will ich haben“. Gesagt, getan. Im November '95 mit der Guzzi zum Bimota Händler Vahrenkamp gefahren. Die LM III wurde in Zahlung genommen und eine BB 1 bestellt. Am 01.12.1995 konnte ich dann das Motorrad mit der laufenden Seriennummer 169 abholen. Auf dem 30 km langen, kurvigen Heimweg, vom Händler zu mir nach Hause, fiel mir das Superhandling auf. Dieses Fahrwerk ließ schnell die Temperatur um 0° C vergessen. Zum Glück waren die Straßen trocken, und man konnte sich recht zügig im Rahmen der max. Einfahrdrehzahlen fortbewegen.

Bedingt durch den recht strengen und langen Winter war man leider dazu verdammt, sich die Maschine bei Kaffee und Keksen in der Garage anzuschauen, anstatt damit zu fahren. Hübsch sah sie aus, mit ihrem tollen Design und den feinen Alu-Frästeilen. Die wenigen schneefreien Tage benutzte ich dazu, um die 1.000 km bis zur ersten Inspektion abzuspulen. Hierbei begleitete mich überwiegend Joachim mit seiner DB 2. In Anbetracht der Temperaturen wurden wir oft von in dicken Mänteln eingepackten Spaziergängern bemitleidet.91BimotaBB1-1wwwk

Die Kilometer bis zur Inspektion verliefen recht problemlos, bis auf eine gebrochene Tachowelle nach ca. 70 km!!! Das Fahrwerk stimmte ich nach meinem Geschmack ab. Die Paioli-Gabel und das Federbein lassen diesbezüglich keine Wünsche offen.

Die Sitzposition ist im Vergleich zu anderen Motorrädern recht hoch. Bei meiner Größe von 188 cm jedoch kein Problem. Die Schräglagenfreiheit ist genial. In verschiedenen Testberichten großer Motorrad-Zeitungen wurde die Sitzposition als absolut unbequem eingestuft. „Weicheier“ kann ich dazu nur sagen. Ich fühle mich, Pardon ich fühlte mich, pudelwohl auf der Supermono.

Die Ölkontrolle wurde als umständlich bezeichnet. Sicher gibt es einfachere Möglichkeiten als bei der BB 1, bei der diesbezüglich das Monocoque abgenommen werden muß. Doch durch Lösen von vier Schrauben läßt sich dies recht schnell demontieren. Die Montage des Monocoques artete beim ersten Mal in Fummelei aus. Beim zweiten Mal klappte es schon besser, beim dritten und vierten Mal absolut problemlos.

Nach 1.000 km wurde dann die Inspektion durchgeführt. Der Schalldämpfer wurde dabei auch auf Vordermann gebracht. Rost hatte ihm arg zugesetzt. Der Betrag, der für die Inspektion auf den Tresen des Hauses Vahrenkamp geblättert werden mußte, war nicht von schlechten Eltern. Stolze DM 527,70 wechselten den Besitzer. Das es dann auf dem Heimweg auch noch anfing zu regnen, förderte nicht gerade meine Stimmung. Als nach ca. 20 km der Motor abstarb, war die Stimmung auf dem Nullpunkt. Also von der nächsten Telefonzelle den Händler angerufen und zur Abholung des Motorrades aufgefordert. Nach gut 1,5 Stunden hatte der selbige die 20 km geschafft, um die Supermono im Lieferwagen zu verstauen. Die lange Wartezeit im Regen sorgte bei mir für eine Stimmung, die nicht mehr zu beschreiben war. Ursache für den Ausfall war eine lockere Steckverbindung mit dem Resultat, daß die Batterie leer war.91BimotaBB1-3wwwk

Die nächsten km bis zur 2.500-km-Inspektion verliefen absolut problemlos und bedeuteten absoluten Fahrspaß. Der Motor ist in den ersten vier Gängen sehr durchzugsstark. Im fünften und letzten Gang zwischen 6.000 und 8.000 Touren geht es dann etwas zäher voran. Bei meiner Größe und knapp 90 kg reicht es allemal für eine Spitze von 190 km/h. Am meisten Spaß bereitet die Supermono auf kurvigen Strecken. Einfach genial das Handling. Der Sound ist nicht zu laut aber kernig. Zum Handling sei noch zu bemerken, daß die serienmäßig montierten Michelin-Reifen, solange sie noch nicht warm sind, etwas kippelig reagieren. Wenn sie jedoch auf Betriebstemperatur sind, kann man jede Kurve getrost ansteuern und hinter sich lassen.

Bei km 2.500 wurde dann die zweite Inspektion durchgeführt. Kostenpunkt DM 312,35. Danach weiterhin Fahrspaß pur. Dann bei ca. km 2.700 geschah jedoch etwas absolut Unvorhersehbares. Durch Krankheit ans Bett gefesselt, konnte ich mich nicht erwehren, daß meine Frau mit der Supermono eine kleine Ausfahrt unternahm. Aus dieser Ausfahrt wurden dann eine zweite, dritte und....!!91BimotaBB1-5wwwk

Jetzt ratet mal, wer bei uns die Supermono fährt! Auf den Hinweis, daß ich doch einen Bericht über meine ersten 3.000 km schreiben wollte, bekam ich die Antwort: „Ich fahre, Du schreibst!“ So hatte ich mir eine Aufgabenteilung natürlich nicht vorgestellt.

Folgende Vorkommnisse wurden mir von Iris noch gemeldet: Bei km 3.400 gab das Blinkrelais seinen Geist auf, und eine Glühbirne im Doppelscheinwerfer brannte durch. Die Lampe war im Stecksockel total festgebrannt, so daß ein neuer Sockel bestellt werden mußte. Die Durchführungsgummidichtung für die hintere Befestigungsschraube vom Monocoque ist vermutlich durch die enorme Hitzeentwicklung im Höcker zerbröselt. Auf diese beiden Teile warten wir nun schon fast drei Wochen.

Da wir nun drei Singles in der Garage stehen hatten, zuzüglich der Ducati 900 SS von meinem Schwager, kam ich zum Entschluß, das Verhältnis zwischen einem und zwei Zylinder wieder in ein vernünftiges Verhältnis zu rücken. Mitte August 1996 wurde eine Gilera Saturno beim freundlichen Händler, Manfred Hoppe in Osnabrück, für eine neue Laverda 668 in Zahlung gegeben. Nach ca. 14 Tagen war die 1.000 km Inspektion fällig (DM 177,45 incl. Öl). Nun nervt mich meine Frau ewig damit: „Laß mich doch auch Mal mit der Laverda fahren.“ Bisher konnte ich das durch fadenscheinige Ausreden, wie: „Kupplung geht viel zu schwer bzw. ist viel zu ruppig oder das Motorrad ist viel zu schwer“ verhindern. 91BimotaBB1-4wwwkDoch meine Frau läßt einfach nicht locker. Leute, was soll ich bloß machen? Ich habe mir so fest vorgenommen, irgendwann einen Bericht über die ersten 3.000 km mit der 668 zu schreiben. Hoffentlich gelingt mir das. Ich muß jetzt Schluß machen, damit ich noch ein paar Kilometer fahren kann, bevor meine Frau wieder nervt.

Ciao Jürgen Schmidt

PS: Wer hat Erfahrungen mit der Supermono bzw. wie sehen die Wartungskosten bei anderen Supermonofahrern aus. Tel. 0571/43805.

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